Ein Hort für Kinder

Die Betreuung der Schulkinder nach der Schule – das war die Aufgabe des Hortes bis im Jahr 2010 das Ende eingeläutet wurde. Ab da mussten die Horte in NRW fast alle schließen, um Platz zu machen für die politische Entscheidung, die Ganztagsbetreuung in Schulen einzuführen. 

Die OGS (offene Ganztagsschule) wurde und wird noch immer flächendeckend etabliert, um der höheren Nachfrage der nachschulischen Betreuung nachzukommen. 

Die Frage stellt sich an dieser Stelle: „Warum nicht einfach mehr Horte bauen?“ 

Die Antwort ist: „Es würde Zuviel Geld kosten!“

In den 60er und 70er Jahren wurden Horte im Westen zum 1. Mal ein Thema, da die doppelte Berufstätigkeit, die sich gerade in intellektuellen Kreisen anbahnte, Betreuung nach der Schule erforderte. Eine neue Generation von Eltern war engagiert unterwegs im Thema „Betreuung“ von Kindern, und es entstanden viele „Kinderläden“, in denen sich altersgemischte Gruppen etablierten. Dort konnten Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren betreut werden. Die Elterninitiativen entwickelten damals anspruchsvolle Konzepte, die das Kind in seiner Entwicklung im Fokus hatten. Antiautoritär – laissez faire waren die Schlagwörter der Pädagogik, bis sie nach hinlänglicher Erfahrung abgelöst wurden. Ein Regelwerk musste her, da „Kind“ doch in jedem Alter eine Orientierung und Grenzen bedurfte, so war die Erkenntnis!

In den Horten bzw. altersgemischten Gruppen fand das Leben statt, das Zuhause nicht mehr stattfand. Genügend Fachpersonal kümmerte sich in eigenen Häusern des jeweiligen Stadtviertels um eine Begleitung der Kinder, die jedem Alter gerecht wurde. Die Altersmischung sorgte für familiäre Strukturen und die Kindergärtnerinnen (so hießen sie damals), waren die „Hortkindermütter“ mit offenen Armen und Ohren für alle Sorgen, die man von draußen mitbrachte. Schule und Betreuung waren getrennt. Das Kind konnte seinen „Arbeitsplatz Schule“ verlassen und Freud und Leid im Hort loswerden. 

Unseren Hort in Aldenhoven konnten wir erhalten, da wir durch sichtbare Qualität und glückliche Kinder in einem familiären System überzeugen konnten. Das macht uns und viele Familien sehr glücklich!

Wir wünschen allen Kindern eine heimelige Atmosphäre nach der Schule! Diese Investition in die Zukunft unserer Kinder wäre die beste Entscheidung!

U. Dech