Das Schulkinderhaus - jetzt auch für Vorschulkinder

In unserem Haus werden 17 Vorschulkinder und 45 Schulkinder unter der Konzeption „Leben wie Zuhause“ betreut.

17 Vorschulkinder und 45 Schulkinder bis zum Abschluss des 4. Schuljahres leben gemeinsam in einem ehemaligen Bauernhof. Der Innenhof verbindet die beiden Gebäude und bietet Spielmöglichkeiten für alle Jahrgänge.

Schaut man zurück in frühere Formen der Betreuung, so findet man hier wieder das Modell der altersgemischten Gruppen.

Heutzutage kommen die Kinder sehr früh in den Kindergarten. Manche haben bereits 6 Jahre Kindergarten hinter sich, wenn sie in die Schule kommen.

Mit der Möglichkeit der nachschulischen Betreuung, die uns als Träger erhalten bleiben konnte, können wir nun auch unseren Vorschulkindern eine neue Perspektive auf ein etwas anderes Jahr in neuer Umgebung bieten, um sich auf die beginnende Schule vorzubereiten. 

Die Konzeption „Leben wie Zuhause“ ist eine menschen- und lebensbezogene Konzeption, die die Kinder vor allem als Individuen sieht und ihre Entwicklung unter dem Aspekt des Positiven Menschenbild fördert.

Das positive Menschbild begleitet die meisten Kinder schon seit der Kindergartenzeit im „Kindergarten Leben wie Zuhause“. Somit erfuhren die Kinder schon früh Wertschätzung durch das Einbringen ihrer Talente und Stärken. Der positive Blick auf das Kind hat immer Vorrang und auch die Kinder haben das positive Menschbild so verinnerlicht, dass sie anderen Menschen mit diesem begegnen können. Dies wird beispielsweise bei Konflikten sichtbar. Im Schulkinderhaus bringen die Kinder sich mit ihren Stärken ein und durch Selbstwirksamkeit und Partizipation kann sich somit jedes einzelne Kind unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder anderer „Andersartigkeiten“ am Geschehen im Schulkinderhaus integrieren. 

Das Kinderparlament tagt regelmäßig jeden Freitag und wird von zwei Kindersprechern, die in einer demokratischen Wahl einmal im Jahr gewählt werden, geleitet. Hier besprechen die Kinder Themen, die für sie wichtig sind. Das pädagogische Fachpersonal begleitet das Kinderparlament und kann sich ebenfalls durch Impulse einbringen. Durch das Kinderparlament kann jedes Kind seine Wünsche und Vorstellungen äußern und seine Meinung vertreten. Hier erfahren die Kinder ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit, da sie besprochene Ziele (z.B. Planung einer Weihnachtsfeier, Raumgestaltungen, Regeln, Planung der Ferien) in die Tat umsetzten können. Zudem äußern sie sich vor der gesamten Gruppe und diskutieren, stimmen demokratisch ab und treffen Entscheidungen, um Lösungen für Probleme oder Konflikte zu finden. Dies fördert nicht nur das demokratische Denken, sondern auch die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder. 

Das Haus ist keine Insel. Freunde besuchen uns und wir sind gut im Ort vernetzt. Die Kinder gestalten das ganze Leben und dessen Organisation selbständig. Sie lernen, die Zuständigkeit für sich selbst zu schätzen und übernehmen Verantwortung für ihr Tun.