Das Schulkinderhaus

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“

                                                                                                                                                                                     Galileo Galilei

 

Das Schulkinderhaus „Leben wie Zuhause“ liegt mitten in Aldenhoven in einem ehemaligen alten Kloster.

Im Schulkinderhaus gestalten derzeit 31 Kinder nach der Schule ihre Freizeit und verrichten ihre Hausaufgaben.

Konzeptionelle Schwerpunkte des Schulkinderhauses liegen beim positiven Menschbild, der Förderung der Resilienz und dem Leben nach den Grundlagen der Partizipation. 

Das positive Menschbild begleitet die meisten Kinder schon seit der Kindergartenzeit im „Kindergarten am Römerpark“. Somit erfuhren die Kinder schon früh Wertschätzung durch das Einbringen ihrer Talente und Stärken. Der positive Blick auf das Kind hat immer Vorrang und auch die Kinder haben das positive Menschbild so verinnerlicht, dass sie anderen Menschen mit diesem begegnen können. Dies wird beispielsweise bei Konflikten sichtbar. Im Schulkinderhaus bringen die Kinder sich mit ihren Stärken ein und durch Selbstwirksamkeit und Partizipation kann sich somit jedes einzelne Kind unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder anderer „Andersartigkeiten“ am Geschehen im Schulkinderhaus integrieren. 

Das Kinderparlament tagt regelmäßig jeden Freitag und wird von zwei Kindersprechern, die in einer demokratischen Wahl einmal im Jahr gewählt werden, geleitet. Hier besprechen die Kinder Themen, die für sie wichtig sind. Das pädagogische Fachpersonal begleitet das Kinderparlament und kann sich ebenfalls durch Impulse einbringen. Durch das Kinderparlament kann jedes Kind seine Wünsche und Vorstellungen äußern und seine Meinung vertreten. Hier erfahren die Kinder ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit, da sie besprochene Ziele (z.B. Planung einer Weihnachtsfeier, Raumgestaltungen, Regeln, Planung der Ferien) in die Tat umsetzten können. Zudem äußern sie sich vor der gesamten Gruppe und diskutieren, stimmen demokratisch ab und treffen Entscheidungen, um Lösungen für Probleme oder Konflikte zu finden. Dies fördert nicht nur das demokratische Denken, sondern auch die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder. 

Das Haus ist keine Insel. Freunde besuchen uns und wir sind gut im Ort vernetzt. Die Kinder gestalten das ganze Leben und dessen Organisation selbständig. Sie lernen, die Zuständigkeit für sich selbst zu schätzen und übernehmen Verantwortung für ihr Tun. (s. Konzeption)